Stadtschloss
Das Stadtschloss ist das bedeutendste Treuchtlinger Baudenkmal. Seit einer grundlegenden Renovierung 1983/84 dient es als „Kur- und Touristinformation“ sowie „Informationszentrum Naturpark Altmühltal“. Ein besonderes Schmuckstück ist der Grafensaal im obersten Geschoss, der für Konzerte, Vorträge und Tagungen genutzt wird.
Der Standort des Schlosses markiert den Platz des ältesten Herrensitzes. Erbmarschall Veit aus der Treuchtlinger Linie des Pappenheimer Grafengeschlechts ließ 1575 die ehemalige „Niedere Veste“ zum Wohnschloss umbauen. Der Charakter einer wehrhaften Wasserburg blieb erhalten. Ihr Graben wurde von der Altmühl gespeist, die bis zur Regulierung 1912 unmittelbar am Schloss vorbeifloss. Der Renaissancebau fiel nach dem Aussterben der Treuchtlinger Linie der Pappenheimer an die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Daran erinnert das Wappen über dem Eingangstor, dem danach benannten Brandenburger Tor. Unter der folgenden Herrschaft des preußischen Königshauses wurde der Nordost-Trakt des Schlosses 1798 versteigert. Der Fabrikant Johann Caspar Aurnhammer erwarb ihn und richtete darin eine leonische Fabrikation ein. Aus dem Familienbesitz der Aurnhammer kaufte die Stadt 1979 das Schloss. Die Aurnhammer-Sammlung demonstriert die Geschichte der Firma sowie Produkte der leonischen Fertigung in Treuchtlingen.
Schwerpunkt im Stadtschloss ist das Informations- und Umweltzentrum Naturpark Altmühltal, verbunden mit der Kur- und Touristinformation. Im ersten Obergeschoss und in einem historischen Gewölbekeller werden auf etwa 400 Quadratmetern Dauerausstellungen zur Siedlungsgeschichte des oberen Altmühltals, zum Naturpark Altmühltal und zur Erdgeschichte der Region gezeigt. Ein Naturerlebnisraum und multimediale Einrichtungen vertiefen die Kenntnis über den Naturpark mit seiner faszinierenden Kulturlandschaft.