Treuchtlingen

Natur und Kultur erleben

Denkmalslok

An der Einmündung der Altmühlstraße in die Bürgermeister-Döbler-Allee steht – gegenüber einem „Parkexpress“ für die Kleinen – die Denkmalslok. Die mächtige Lokomotive der berühmten Schnellzugsreihe 01 erinnert seit 1969 daran, dass Treuchtlingens Geschichte seit dem Bahnbau 100 Jahre zuvor von der Eisenbahn geprägt war. Nicht zuletzt der wirtschaftliche Aufschwung im Gefolge der Bahn bewirkte 1898 die Erhebung zur Stadt. Treuchtlingen wurde Verkehrsknotenpunkt und „Eisenbahnerstadt“, zwar rußig, aber mit vielen sicheren Arbeitsplätzen. Im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs wurden die strategisch wichtigen Bahnanlagen weitgehend zerstört. Nach dem Wiederaufbau und der Elektrifizierung der Strecken wurden jedoch über tausend Arbeitsplätze bei der Bahn abgebaut. Der Strukturwandel hin zur Betriebs-, Wohn- und Erholungsgemeinde musste bewerkstelligt werden. Treuchtlingen ist nach wie vor Eisenbahnknotenpunkt und ein wichtiger Halt für die Züge des Regional- und Fernverkehrs mit besten Verkehrsverbindungen nach vier Richtungen.
Dieser Lokomotivtyp der Baureihe 01 war im ehemaligen Bahnbetriebswerk Treuchtlingen stationiert und zog Schnellzüge auf der Strecke München–Frankfurt und weiter. Gebaut wurde die Lok 01 220 im Jahr 1937 von der Firma Henschel in Kassel. 1968 wurde sie aus dem Verkehr gezogen. Während ihrer Dienstzeit legte sie 4,5 Millionen Kilometer zurück. Sie hat ein Gesamtgewicht von 184 Tonnen bei einer Gesamtlänge von 24 Metern. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit betrug 130 Stundenkilometer.